KED: "Wir müssen jetzt nach vorne schauen!"
Missbrauchsfälle an katholischen Schulen dürfen weder Klischees noch Verdrängung fördern.
Die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) ist erschüttert über die bekannt gewordenen Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg in Berlin und an anderen katholischen Schulen.
"Jetzt ist nicht die Zeit für Klischeezuweisungen oder Verdrängungsverhalten.", sagt dazu die Bundesvorsitzende der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED), Marie Theres Kastner MdL. "Nun gilt es, nach vorne zu schauen und die Enthüllungen zum Anlass nehmen, diese und ähnliche Vorgänge kritisch zu analysieren und zu überlegen, was sich in der katholischen Kirche ändern muss, damit solchen Auswüchsen künftig besser entgegengewirkt wird. Hier sind alle Verantwortlichen in den kirchlichen Institutionen und Verbänden gefragt."
Das vorbildliche Verhalten von Persönlichkeiten wie Pater Mertes, Rektor am Canisius-Kolleg, und die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Geistliche zeigten, dass sich die Kirche ihrer Verantwortung stelle.
Kastner betont: "Die KED will hierzu ebenfalls ihren Beitrag leisten. Für uns als Katholischer Elternverband bedeutet dies, in den Dialog zu treten mit katholischen Schulen, Eltern und Expertinnen und Experten innerhalb und außerhalb der Kirche, um Initiativen zur Aufarbeitung, Hilfe und Prävention auf den Weg zu bringen. Wir wollen den Eltern Mut machen, trotz möglicher Ängste und Tabus couragiert für den Schutz ihrer Kinder einzutreten."






