Herbstversammlung der Bischöfe. Sexueller Missbrauch: Die Kirche hat sich auf den Weg gemacht.
Die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) begrüßt die bisherigen Schritte der Deutschen Bischofskonferenz zur Aufarbeitung und Prävention von sexuellem Missbrauch in katholischen Einrichtungen. "Wir sind zuversichtlich, dass die Bischöfe den Weg konsequent und mutig weitergehen!" so die Bundesvorsitzende der KED Marie-Theres Kastner.
Seit ihrer Frühjahrsversammlung haben die Deutschen Bischöfe ein beeindruckendes Maßnahmenpaket umgesetzt und die jüngsten Ergebnisse auf ihrer Herbstversammlung vorgestellt:
Zur Prävention in katholischen Bildungseinrichtungen wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die bereits eine Informationsplattform online geschaltet hat und außerdem Handreichungen und eine Fachtagung vorbereitet. Vor allem mit den Handreichungen soll der Praxisbezug der Leitlinien gewährleistet oder verdeutlicht werden.
Die Ernennung von Missbrauchsbeauftragten, die Einrichtung einer BeratungsHotline, die Überarbeitung der Leitlinien, Mitarbeit am Runden Tisch der Bundesregierung, bei der die DBK ein Opferhilfekonzept vorschlagen wird, Erarbeitung einer Rahmenordnung und Vorbereitung einer Konferenz zur Priesterausbildung sowie ergänzende Informationsangebote sind weitere wichtige Schritte.
Jetzt kommt es immer mehr auf die konkrete Umsetzung vor Ort an: Insbesondere im Kita- und Schulbereich müssen die Selbstverpflichtungen in klare, allgemeinverbildliche Strukturen überführt werden, die selbstverständlich werden."Hierbei werden wir Eltern uns gerne einbringen", so die Bundesvorsitzende.
Alle Maßnahmen wirken aber erst dann, wenn darüber hinaus grundlegende innerkirchliche Herausforderungen angegangen werden: Die Einführung einer Kultur des demokratischen Dialogs aller Beteiligten, insbesondere mit den Opfern, eine Auseinandersetzung zu Fragen der menschlichen Sexualität, zum Umgang mit Macht und zur Rolle der Frau, die Weiterentwicklung des Priesterbildes und der Priesterausbildung, die Wahrung der Unabhängigkeit zuständiger Ansprechpersonen und die bestmögliche Nutzung des vorhandenen Fachwissens.
"Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Zollitsch, hat in Fulda mit seiner Begrüßungsrede die richtigen Wegmarken gesetzt. Das sind wichtige Bausteine, um die Glaubwürdigkeit der Kirche zurückzugewinnen. Wir hoffen, dass dieser Weg weiterbeschritten wird," so Kastner abschließend.






