Hartz IV-Reform - Fortschritte in Richtung Bildungsgerechtigkeit. Jedoch: Eltern wurden vergessen.
Der Chor der Stimmen, der die Vorschläge der Bundesregierung zur Reform der Hartz IV-Sätze beurteilt, ist vielstimmig. Meistens gehen die Forderungen in Richtung "mehr Geld hilft mehr".
<p>Die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) wünscht sich dagegen eher eine Reform, bei der die Mittel zielgenau dort ankommen, wo sie die Situation der Menschen so verbessern, dass sie sich selbst helfen können. </p>
<p> In diesem Sinne begrüßt die KED die transparentere Gestaltung der Hartz IV-Sätze und vor allem, dass mit dem ergänzenden Bildungspaket ein wichtiger Schritt in Richtung Bildungsgerechtigkeit und Förderung von Kindern gemacht wird. </p>
<p>Offen bleibt allerdings, wie die Eltern beim Bemühen um mehr Bildungsgerechtigkeit Hilfe erhalten. Dabei ist unstrittig: Um die Zukunftschancen von Kindern zu verbessern reicht es nicht, allein bei den Kindern anzusetzen. Auch Eltern, insbesondere Alleinerziehende und Eltern mit Migrationshintergrund, benötigen Unterstützung in Form von Elternbildungsangeboten und familien- und gesundheitsfördernden Angeboten.</p>
<p>Der mit dem Bildungspaket vollzogene "Kulturwechsel", die Entwicklungschancen der Kinder in den Fokus staatlicher Unterstützung zu nehmen, kann nur gelingen, wenn Eltern in das Fördersystem einbezogen werden. Auch hier nach dem Motto: Grundsicherung und gezielte Förderung statt Gießkannenprinzip. Nur so ist der Wegfall des Erziehungsgeldes und die Anrechnung des Kindergeldes sozial vertretbar. Die KED wünscht sich eine Weiterentwicklung der Hartz IV-Reform in diese Richtung.</p>






