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Eltern mit Wirkung von Anfang an
05.10.2010 Startseite

"Mit der KED Zukunft gestalten"

Wertorientierte Elternmitwirkung in Kita und Schule.


Kooperationsseminar: 01. – 03.10.2010 in Bad Staffelstein

Um die Zielgruppe junger Eltern für die Mitwirkung in Kita und Schule zu stärken und diese in noch größerer Zahl mit christlichen Werte-Vorstellungen in der Erziehung zu erreichen, hat der Bundesverband Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) bei seinem Kooperationsseminar mit der Hanns-Seidel-Stiftung Elternvertreter und Interessierte unter anderem über eine bessere Ausschöpfung der Möglichkeiten neuer medialer Kommunikationsformen informiert. "Mit der KED Zukunft für Kinder gestalten" lautete das Thema des Wochenendseminars mit rund 30 Elternvertretern in Leitungsfunktionen und Interessierten aus ganz Deutschland. Das Seminar fand vom 1. bis 3. Oktober 2010 im Kloster Banz statt und wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Frauen (BMFSFJ) kofinanziert.

Das so genannte COLT-Prinzip, worin die englischen Begriffe content, organization, link und time stecken, brachte der Medienexperte Matthias Lange in einem Referat über Mediennutzung und Internetauftritte der Teilnehmerrunde näher. Was den content, also den Inhalt anbelangt, so Michaela Wettering vom KED-2 Diözesanverband Würzburg, Beisitzerin im Bundesvorstand der KED, bieten Elternvertretungen wie die KED sehr gute Programme an, doch müssten diese besser publik gemacht werden. Dazu sei es nötig, Organisationskompetenz - Bestandteil Nummer Zwei des COLT-Prinzips - zu erwerben und einzusetzen

Die Inhalte im Internet zu verlinken und zeitgemäß zu präsentieren (Baustein Drei und Vier des COLT-Prinzips), sehen die Verantwortlichen der KED als eine aktuelle Notwendigkeit an, die der Vortrag des Medienexperten den Teilnehmern noch deutlicher gemacht hat. Bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel, so Michaela Wettering, bedienten sich immer weniger Menschen der Printmedien, sondern hätten einen anderen Zugang zur Informationsbeschaffung. Dabei spielten Sozialnetzwerke wie facebook und twitter eine immer stärkere Rolle. Von der Bundesebene initiiert, sollten derartige Kommunikationsformen in den Landesverbänden künftig Verbreitung finden.

Heribert Stock vom KED-Landesverband Hessen, kooptiertes Mitglied im KEDVorstand, wies darauf hin, dass sich auch die KED in der Gestaltung ihrer InternetPräsenz an das Schlagwörter-System der Suchmaschine "google" anzupassen habe. Allgemeine Oberbegriffe müssten gefunden werden, die mit den Suchkategorien vieler Menschen übereinstimmten, sodass möglichst viele junge Eltern, die in Erziehungs- und Bildungsfragen im Internet Ausschau hielten, direkt auf die Angebote und Hilfestellungen der KED aufmerksam würden. "Wenn wir unsere Gegebenheiten der erforderlichen Technik anpassen, dann haben wir Überlebenschancen, sodass wir bei jungen Menschen als Elternverband ankommen und unser Verband als Vertreter der Eltern weiter transportiert wird", sagt Stock.

Es gehe darum, die richtigen Schlüsselwörter zu finden, um die entsprechenden Botschaften dorthin zu bringen, wo sie letztendlich landen sollen - an junge Eltern, betont Edmund Speiseder vom KED-Diözesanverband Regensburg, Beisitzer im KED-Vorstand. "Wir müssen uns eine internetfähige Denkweise aneignen, wenn wir zukunftsfähig sein wollen", meint Speiseder. Dabei gelte es, mit den Informationen sehr schnell zu sein, damit jeder sofort zugreifen könne. Für die Leser bedeute dies einen Wissensvorsprung. Denn auf den Nachrichtenseiten im Internet sei aktuell zu lesen, was in den Tageszeitungen erst am folgenden Tag erscheine.

Viele Verbandsverantwortliche und Entscheidungsträger der Elternmitwirkung seien in einer ganz anderen medialen Welt groß geworden, und inzwischen habe sich der Informationsfluss rasend stark beschleunigt, erläutert Martin Mehler, Geschäftsführer im KED-Diözesanverband Bamberg. Um im fast unüberschaubaren Konzert der Medien mitmachen zu können, müsse man sich anpassen, und das traue sich die KED zu. Er ist überzeugt: "Die KED geht schrittweise voran, wird aber den Zug der Zeit nicht verpassen."

Wertorientierte Erziehung in Schulen und Betreuungseinrichtungen aus dem christlichen Menschenbild heraus, so Bundesgeschäftsführerin Elisabeth Brauckmann, habe die KED schon bisher vertreten und gefördert. Sie engagiere sich im Bildungswesen unter dem Vorzeichen christlicher Überzeugung für die individuelle und ganzheitliche Förderung aller Kinder und bestärke Eltern darin, sich 3 solidarisch als Erziehungspartner in Schulen und Kitas einzusetzen, was heutzutage angesichts der sozialen Veränderungen neue Herausforderungen mit sich bringe. Dr. Brigitte Weidner-Kleine vom KED-Diözesanverband Freiburg, Beisitzerin im Vorstand, ergänzt, dass die KED zunächst vor allem Eltern im Bereich der Schule unterstützt, ihre Aktivitäten dann aber auch auf frühkindliche Erziehung ausgeweitet habe. Bezüglich der Inhalte wolle sich die KED noch weiter entwickeln und sei bemüht, auch Bildungsferne und sozial Schwache in ihr Engagement einzubinden. Auch christliche Eltern mit Migrationshintergrund, so ergänzt Monika Korthaus Lindner, kooptiertes Vorstandsmitglied aus dem Diözesanverband Hildesheim, wolle die KED in den Blick nehmen. Angesichts des Schulstrukturwandels sei außerdem der Einsatz für regelmäßigen Religionsunterricht ein wichtiger Schwerpunkt in der Arbeit der KED.

Bei dem Seminar befassten sich die Teilnehmer neben der Mediennutzung auch mit Wurzeln und Wandel der Elternmitwirkung im Bildungswesen. Darüber wurde nach einem Impulsreferat des Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Walter Eykmann intensiv in Kleingruppen nachgedacht. Ein vom BR-Journalisten Markus Tremmel moderiertes Kamingespräch mit drei Zeitzeugen kreiste um "20 Jahre nach dem Fall der Mauer". Eine Eucharistiefeier mit dem geistlichen Beirat der KED, Pfarrer Heinz Withake aus Münster, rundete das Seminar ab.

 


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