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Eltern mit Wirkung von Anfang an
29.06.2011 Startseite, Pressemitteilungen

Katholische Eltern fordern chancengerechteres Schulsystem und mehr Elternbeteiligung

Kastner zum neuen Bildungskonzept der CDU: "Wir wollen keinen weiteren Strukturstreit. (...) Gute Schulen sind nicht abhängig von der Schulform, das beweist u.a. die Vielfalt der Schulen, die den Deutschen Schulpreis erhalten haben. Viel wichtiger sind individuelle Förderung, eine Schulkultur der gegenseitigen Wertschätzung, die Qualität der Lehrerausbildung, die personelle und materielle Ausstattung, kleinere Klassen, Durchlässigkeit und Elternbeteiligung."


Mit dieser Feststellung bezog die Bundesvorsitzende der Katholischen Elternschaft Deutschlands, Marie-Theres Kastner, Stellung zu der Debatte um das neue Bildungskonzept der CDU und gleichzeitig zur aktuellen forsa-Umfrage bei Eltern.

Auch mit Blick auf das soeben veröffentlichte Impulspapier "Chancengerechte Gesellschaft" der Deutschen Bischofskonferenz betont die Bundesvorsitzende: "Nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kommen wir zu einem Schulsystem, das kein Kind fallen lässt." Im Geiste dieses Impulspapiers fordert Kastner alle Verantwortlichen dazu auf, statt immer wieder über Strukturen zu diskutieren, lieber unsere Schulen stärker auf die Belange aller Kinder und Jugendlichen und ganz besonders der benachteiligten auszurichten, auch die Gymnasien. "Schülerinnen und Schüler müssen sich an allen Schulen dieser Republik vorbehaltlos angenommen fühlen und fortwährend die Chance zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten erhalten", so Kastner in Anlehnung an das Bischofswort.

Die KED-Bundesvorsitzende empfiehlt daher: "Bildungspolitiker sollten sich stärker am Elternwillen orientieren, so wie er z.B. in der forsa-Umfrage deutlich wird. Weder Eltern noch Lehrerinnen und Lehrer wünschen sich immer neue Reformen, die zeitliche und personelle Ressourcen verschlingen und es selbst Fachleuten immer schwerer machen, sich im Schulsystem zurechtzufinden. Eltern wünschen sich vor allem Lehrer, die gut ausgebildet sind, sich ständig weiterbilden und die sich ihren Kindern zuwenden und dadurch die notwendige Motivation für ihren Lernprozess geben. Eltern sind darüber hinaus gewillt, sich selbst und ihre Fähigkeiten mit in die Schulen einzubringen.

Die im Auftrag der Zeitschrift "Stern" durchgeführte forsa-Umfrage bei Eltern 5- bis 17-jähriger Kinder hatte ergeben, dass jeweils über 90 Prozent der Befragten eine stärkere individuelle Förderung der Kinder in der Schule, eine bessere Ausstattung der Schulen, eine bessere Lehrerausbildung und kleinere Klassen wünschen. Dreiviertel der Befragten meinen, dass Schule besser wird, wenn Eltern stärker mitarbeiten.

Hintergrund: Die KED ist ein Zusammenschluss von Eltern und Interessierten. Sie setzt sich auf der Basis ihres christlichen Menschenbildes für eine chancengerechte, ganzheitliche und wertorientierte Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen ein. Im Zentrum der KED-Arbeit stehen alle Bildungseinrichtungen in katholischer und öffentlicher Trägerschaft, von den Kindertageseinrichtungen bis zu den Schulen.


Dateien:
KED_PM_29_06_2011_01.pdf45 KByte
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