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03.04.2012 Pressemitteilungen, Startseite

KED zieht Bilanz nach Bundeskongress: Bundesvorsitzende Kastner warnt vor Ökonomisierung von Bildung und Erziehung

„Die KED wendet sich gegen Tendenzen, Bildung und Erziehung auf Wirtschaftsinteressen auszurichten.“, sagte Marie-Theres Kastner, Bundesvorsitzende der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED), in ihrem Resümee zum diesjährigen Bundeskongress der KED, der vom 23. bis 25. März 2012 in Erfurt zum Thema „Wirtschaft und Schule“ stattfand.   „Menschen sind keine Wirtschaftsressourcen, sondern Individuen, die zu einer gesunden Entwicklung einer ganzheitlichen Bildung und Erziehung bedürfen. Dazu gehört eine Familie, die Geborgenheit und Halt bietet, und eine Schulbildung, die ein breites Basiswissen vermittelt, aber auch die innere Freiheit fördert, Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen und nach ethischen Kriterien zu handeln.“, so Kastner.


KED-Bundesvorsitzende Marie-Theres Kastner

„Keinesfalls darf Bildung ein Instrument sein, Menschen bestmöglich verfügbar zu machen.“, betonte Kastner und stellte klar: „Das ist letztlich auch ein Plädoyer zur Stärkung des Berufsethos in Wirtschaft und Politik, an dem es bei der Vermeidung und Bewältigung von Krisen oftmals mangelt.“ Schließlich baue unsere Demokratie auf Menschen, die ihr Wissen verantwortungsvoll für das Gemeinwohl einsetzen.

Kastner machte deutlich, dass die KED durchaus Kooperationen zwischen Wirtschaft und Schule befürworte. Ausdrücklich lobte sie in diesem Zusammenhang die Angebote der Bildungswerke der Wirtschaft zur Unterstützung des Übergangs von Schule in den Beruf. Es sei wichtig, dass nach jedem Bildungsabschluss eine Anschlussmöglichkeit bestehe.

Kastner stellte klar: „Wir wollen Eltern darin bestärken, sich mit den Lehrinhalten der Schulen zu befassen und darauf zu achten, dass es nicht zu einer einseitigen Schulbildung kommt.“ Sie rief alle Eltern dazu auf, ihre Mitsprache in Schule und Politik einzufordern und diesbezügliche Reformprozesse zum Wohle der Kinder mitzugestalten. „Fragen des Bildungsbegriffs in Regelschulen berühren das demokratische Selbstverständnis und müssen besonnen in einem breiten Dialog der gesellschaftlichen Kräfte erörtert werden, frei von politischen Lagerkämpfen.“, so Kastner.

Die KED ist ein katholischer Elternverband, der sich für eine werteorientierte, ganzheitliche und chancengerechte Bildung und Erziehung in Kita und Schule einsetzt. Die KED veranstaltet jedes Jahr einen Bundeskongress zu einem aktuellen bildungspolitischen Thema. In diesem Jahr ging die KED zusammen mit hochkarätigen Experten der Frage nach, welche Chancen und Grenzen Kooperationen zwischen Wirtschaft und Schule in sich bergen. Referenten waren unter anderem Prof. Dr. Burkard M. Zapff (Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt), Prof. Dr. Jochen Krautz (Alanus Hochschule Alfter bei Bonn) und Dr. Hans-Peter Klös (Institut der deutschen Wirtschaft Köln).

Zur Bundeskongress-Dokumentation »


Dateien:
KED_PM_03_04_2012.pdf37 KByte
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