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Eltern mit Wirkung von Anfang an
04.06.2012 Pressemitteilungen, Startseite

Die elternbeleidigende Diskussion um das Betreuungsgeld muss endlich gestoppt werden!

"Es ist ein Skandal, dass die Gegner des Betreuungsgeldes nicht davor zurückschrecken, ganzen Bevölkerungskreisen die Erziehungsfähigkeit absprechen.“ Mit dieser Feststellung forderte Marie-Theres Kastner, die Vorsitzende der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED), ein Ende der entwürdigenden Diskussion um das Betreuungsgeld.


„Die Erziehung ihrer Kinder ist laut Grundgesetz immer noch das prinzipielle Recht der Eltern und die 'zuvörderst ihnen obliegende Pflicht'. Tausende Elternpaare setzen das Tag für Tag um. Dabei sollten sie sich frei entscheiden können, ob sie das mit Hilfe einer Tageseinrichtung für
Kinder tun oder selbst zu Hause. Ihnen dabei zu unterstellen, sie verweigerten Fördermöglichkeiten ihrer Kinder, wenn sie sich gegen die Tagesstätte entscheiden, ist geradezu absurd!“ so Kastner.

„Wissenschaftlich ist erwiesen, dass es gerade in den ersten drei Lebensjahren – um die es beim Betreuungsgeld geht - wichtig ist, Vertrauen zu lernen und feste Bezugspersonen zu haben. Und wenn die Eltern der Meinung sind, dass das für ihr Kind im häuslichen Rahmen besser gelingen kann, so haben wir das alle zu respektieren.“, machte Kastner deutlich. Sie fügte hinzu: „Dem Staat kommt die Rolle zu, Eltern bei ihren Erziehungsbemühungen zu unterstützen und Bedingungen für Wahlmöglichkeiten der Eltern herzustellen und dabei das Kindeswohl sicherzustellen. Diese Unterstützung der Eltern kann durch das Errichten von Betreuungseinrichtungen oder auch durch Geldleistungen gewährt werden.

Geldleistungen mit dem Verweis auf die Gefahr des Missbrauchs abzulehnen oder vorab eine Verwendungsbeschränkung für die Leistung festzulegen, bedeutet in meinen Augen die ungeheure Unterstellung, dass Eltern prinzipiell zuerst an sich und dann an ihre Kinder denken. Kein Mensch in unserer Republik käme mehr auf die Idee, die Empfänger von 'Sozialhilfe' durch Entzug der Geldleistung und Einführung von Gutscheinen oder ähnlichem zu bestrafen, weil es einzelne Bezieher dieser Leistungen gibt, die missbräuchlich mit dem Geld umgehen.

Vertrauen in Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ist offensichtlich für viele Politiker schwer, aber wir sollten gerade unseren Eltern mehr Vertrauen entgegenbringen, denn es geht um ihre Kinder, für die Eltern nur das Beste wollen.“, so die Bundesvorsitzende der Katholischen Elternschaft.


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KED_PM_04_06_2012.pdf35 KByte
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