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Eltern mit Wirkung von Anfang an
07.07.2015

Kirche muss Familien beistehen

„Familien wünschen sich eine stärkere Unterstützung und Stärkung durch die Kirche.“ Das sagt Marie-Theres Kastner, Bundesvorsitzende der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED) mit Blick auf die Familiensynode der Bischöfe im Vatikan im Herbst 2015. Dabei müsse Kirche alle Formen von Familien und deren Lebenswirklichkeit akzeptieren.


Wer mit wem? Diese Entscheidung steht allein den Liebenden zu.

Aus Elternsicht sei es höchst problematisch, dass wiederverheiratete Geschiedene von der Kommunion ausgeschlossen seien. „Wie sollen Eltern erklären, dass Gott alle Menschen liebt, aber nicht den eigenen Vater oder die eigene Mutter? Gerade bei der Hinführung zur ersten Heiligen Kommunion wirft das immer wieder große Probleme auf“, sagte Kastner am Sonntag in Paderborn.

Die Akzeptanz anderer Familienformen sei kein Widerspruch zur kirchlichen Lehre. „Die Unauflöslichkeit der Ehe steht dabei nicht zur Diskussion“, so Kastner. Bei der gemeinsamen Veranstaltung „Hören, was Familien sagen“ vom Zentralkomitee Deutscher Katholiken (ZdK) und Deutscher Bischofskonferenz (DBK) sei immer wieder deutlich geworden, dass Trennung und Scheidung große Brüche im Leben aller Familienmitglieder hervorrufen. Eheleute und Kinder seien verunsichert, verwundet und trügen in vielen Fällen Schuldgefühle mit sich herum.

Die KED rechnet mit einer Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften nach weltlichem Recht. „Wenn sich zwei Menschen gleichen Geschlechts zu einer verlässlichen Partnerschaft auch vor der Öffentlichkeit entschließen, verdient das unseren Respekt. Das bedeutet aber keineswegs eine Gleichstellung mit dem, was Katholiken unter dem Sakrament der Ehe verstehen“, so Kastner.

Der Bundesvorstand der KED beriet am Wochenende in Paderborn unter anderem über die Vorbereitungen auf die Familiensynode, den Katholikentag 2016 in Leipzig und die Weiterentwicklung des Verbandes.