KED – Diözesanverband Osnabrück
c/o Barbara Graalmann
E-Mail : b.graalmann(..at..)walkenhorst.de
Der KED – Diözesanverband Osnabrück ist Mitglied im Bundesverband der KED
sowie in den KED – Landesverbänden von Niedersachsen und Bremen
Vorstand
Barbara Graalmann Vorsitzende
Martin Bäumer MdL Stellv. Vorsitzender
Reinhard Triphaus Schriftführer
Thomas Rolfes Beirat
Pfarrer Maik Stenzel Geistlicher Beirat
Barbara Graalmann zur neuen Vorsitzenden gewählt
Am 17.03.2012 hat der KED-Diözesanverband Osnabrück die Rechtsanwältin Barbara Graalmann zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie löst damit die langjährige Vorsitzende, Gerda Fleddermann-Albes, ab. Martin Bäumer MdL wurde in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Neuer Schriftführer ist Reinhard Triphaus. Thomas Rolfes wurde als Beirat benannt.
"Inklusion ist nicht nur Schule" - Veranstaltungsteilnehmer warnen vor übereilter Einführung
"Inklusion nur auf Schule zu beziehen greift deutlich zu kurz." Das ist das Fazit einer Diskussionsveranstaltung zu diesem Thema, zu der die Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) in der Diözese Osnabrück am Mittwoch, 2. Februar 2011, in das katholische Edith-Stein-Haus in Kloster Oesede in Georgsmarienhütte eingeladen hatte. In einem gut besetzten Pfarrsaal konnte die Vorsitzende Gerda Fleddermann-Albes neben den Referenten, der Landtagsabgeordneten Anette Meyer zu Strohen (CDU) aus Osnabrück und dem Diözesan beauftragten für die Seelsorge für Menschen mit Behinderungen, Michael Knüpper vom Vitus-Werk in Meppen, mehr als 30 interessierte Eltern, Lehrer und Erzieherinnen begrüßen.
Pastoralreferent Michael Knüpper berichtete aus einer täglichen Arbeit und den vielen Problemen, vor denen Menschen mit Behinderungen aus seiner Sicht auch heute noch jeden Tag in der Gesellschaft stehen. "Wir haben uns daran gewöhnt, behinderte Menschen parallel zu unserer Gesellschaft unterzubringen. Sie sind nicht unbedingt jeden Tag in unserem Blickfeld. Sie wollen aber genauso wie wir ihren Anteil an der Teilhabe der Gesellschaft." Inklusion sei daher ein guter Ansatz, dies zu verbessern. Es koste aber sehr viel Kraft, beispielsweise dafür zu sorgen, behinderten Menschen eine Teilnahme am Gottesdienst in der Kirche zu ermöglichen. Schwierig sei es auch, Menschen mit Behinderungen in die Liturgie "einzubauen". "Jesus hat in der Bibel behinderte Menschen in die Mitte der Gesellschaft gestellt. Sind wir bereit, behinderte Menschen die Lesung im Gottesdienst vortragen zu lassen?"
Die Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen berichtet, wie sich das Land Niedersachsen auf die durch eine UN-Konvention geforderte Umsetzung der Inklusion vorbereitet. Dies sei eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und damit eine langfristige gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. "Bei der Umsetzung an unseren Schulen gilt der Grundsatz "Sorgfalt vor Eile" und darauf werden wir auch verstärkt achten", machte die Schulexpertin der CDU-Landtagsfraktion deutlich. Sie erteilte Bestrebungen anderer Fraktionen in Hannover, die Einführung der gemeinsamen Beschulung von behinderten - und nichtbehinderten Schülern "übers Knie zu brechen" eine klare Absage. Bereits heute gebe es ein gut funktionierendes Förderschulsystem, in dem engagierte Pädagogen jeden Tag "hervorragende Arbeit" leisteten.
In der anschließenden Diskussion wurden zwei Dinge besonders deutlich. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass das "übereilte Überstülpen" von Reformen und vor allem das Ausblenden der Interessen der Kinder wenig hilfreich sei. "Wer denkt bei allen dieses Ideen eigentlich an unsere Kinder, die sich in den geschützten Räumen, die sie kennen, sehr wohl fühlen?", brachte es ein Teilnehmer auf den Punkt. Einigkeit herrschte auch darüber, dass Schule allein mit Inklusion überfordert sei. Es komme auf alle Bereiche der Gesellschaft an.
Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Dezember 2008 hat sich die Bundesrepublik auch bei der Bildung zur Inklusion verpflichtet. Niemand darf danach zukünftig vom allgemeinen Schulsystem ausgeschlossen werden. "Aber wo wird jedes Kind am besten gefördert?", war nur eine Frage am Ende eines interessanten Abends, der zu diesem Thema sicherlich nicht der letzte gewesen sein dürfte. (Ein Bericht von Gerda Fleddermann-Albes)
Gespräch mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode
Am 26.02.2010 fand ein Gespräch des Vorstands der KED Osnabrück mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode statt, an dem auch die Bundesvorsitzende der KED, Frau Marie-Theres Kastner MdL teilnahm.
Die KED trug allgemeine und aktuelle Anliegen vor. Insgesamt war man sich einig, dass die Elternmitwirkung bereits im Kindergarten beginnen muss, wobei Vater und Mutter ermutigt werden sollen, sich an der pädagogischen Arbeit der Erzieherinnen zu beteiligen. Diese Zusammenarbeit soll dann im schulischen Bereich fortgesetzt werden. Dabei ist es wichtig, die verschiedenen kirchlichen Verbände im katholischen Bereich zu bündeln, um so konzentrierter und effektiver zu wirken. Ziel ist eine Vergemeinschaftung von Einzelgruppen in ihrer pädagogischen Arbeit als Beitrag zur Pastorale. Der Bischof versprach, das Ergebnis dieses Treffens mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der kirchlichen Schulabteilung wohlwollend zu diskutieren.






