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Eltern mit Wirkung von Anfang an

Kurzporträt der Katholischen Elternschaft Deutschlands in Thüringen

Historie

Die Hochzeiten, als in den Zwanziger Jahren die Erstkommunikanten die 70 Domstufen der Treppe zum Domberg füllten, waren schon in der DDR Geschichte.

Aber froh waren die katholischen Eltern in den 40 Jahren über die Handreichungen von Elternbriefen und Angeboten zur Familien- und Elternbildung des bischöflichen Ordinariates. Mutig waren sie auch 1989 bei der Mitarbeit in den Foren des Demokratischen Aufbruchs zur Schulpolitik. Durch die Interessen geeint, wurde am 02. Juni 1991 der ökumenische Verband "Gemeinschaft Christlicher Eltern (GCE)" gegründet, die katholische Seite vertrat besonders Familie Hloucal. Die GCE Thüringen war Mitgliedsverband des KED Bundesverbandes. Von 1996 an wurde der kontinuierliche Kontakt durch Frau Holluba gehalten, die auch die Gründung der KED-Thüringen am 28.Oktober 2008 initiierte.

Damit wurde eine festere Anbindung der verbandlichen Arbeit zu den Elternvertretern der katholischen Schulen ebenso wie zur Schulabteilung des Bistums hergestellt. 

Basierend auf den Erfahrungen der Jahre 2005 bis 2008, in denen die Refinanzierung von Schulen in Freier Trägerschaft von der CDU-Landesregierung auf den Prüfstand gesetzt und mit einer Übergangsregelung und danach mit einer Verordnung bis 2010 geregelt wurde, reifte die Erkenntnis, dass die Katholiken nicht nur für ihre konfessionellen Schulen ein Sprachrohr auf landespolitischer Ebene mit bundesweiter Unterstützung brauchen.

Am 28. Oktober 2008 gründete sich der Landesverband der KED in Thüringen.

 

Struktur

Elf Menschen, die in Kirche und katholischen Verbänden aktive Eltern und Erzieher sind, bildeten die Gründungsmitglieder. Diese kleine Schar ist inzwischen auf 20 Personen angewachsen – langsam, in einem Bundesland mit gerade einmal 8 % Katholiken, aber doch stabil!

Der Vorstand besteht aus der Vorsitzenden (aktuell Dr. Ines Pistner), ihrer Stellvertreterin (Christiane Neubig), der Schatzmeisterin (Dr. Astrid Ackermann) und bis zu drei Beigeordneten (Maria Holluba). Als kirchlichen Beirat konnten wir Herrn Dr. Fahnroth, Leiter der Schulabteilung des Bischöflichen Ordinariats gewinnen.

Die KED-Thüringen erhält finanzielle Unterstützung vom Seelsorgeamt des Bischöflichen Ordinariats. Von den Mitgliedern werden geringe Beiträge erhoben. Die Vorstandsarbeit erfolgt ehrenamtlich, es gibt keine Büroräume oder Angestellte.

 

Gemäß unserer Satzung haben wir folgende Ziele:

Die Interessen katholischer Eltern in Kirche und Gesellschaft zu vertreten, Erfahrungsaustausch und Netzwerke zu fördern

Bildung und Erziehung nach christlichen Werten in den Familien zu fördern: das christliche Menschenbild in der Gesellschaft zu stärken

Für die Verwirklichung des Elternrechts und für die Mitbestimmung und Mitwirkung der Eltern im Schul- und Erziehungswesen einzutreten

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern zu fördern (Erziehungspartnerschaft)

Die Verwirklichung christlicher Erziehungs- und Bildungsgrundsätze in Kindergarten und Schule anzustreben  (Lebensraum Schule zu gestalten)

Den konfessionellen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach zu stärken

Katholische Schulen zu fördern

Auf politischer Ebene gegenüber der Landesregierung, dem Landtag, den Parteien und den Verbänden als Sprecher der katholischen Eltern aufzutreten.

 

Brennende Themen bleiben:

Der Religionsunterricht an den staatlichen Schulen, der bei geringen Katholikenzahlen in der Fläche nicht überall aufrechtzuerhalten sein soll

Die breite allgemein bildende Ausrichtung der Gymnasien in Zeiten von G8 (in Thüringen seit der Wende eingeführt und funktionierend) und stärkerer naturwissenschaftlicher und sprachlicher Stundenwidmung

Die Stärkung der Erziehungskompetenz katholischer Familien und die Förderung von Erziehungspartnerschaften mit den Lehrern und Erziehern sowie unter Eltern und Lehrenden mit Kindern und Jugendlichen zu einer Kultur der Achtung und Toleranz

Thematische Elternabende, z. B. zu Medienkompetenz.

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