Digitalpakt löst nicht die deutsche Bildungsmisere

Warendorf/Bonn. "Es reicht nicht, Geld für Whiteboards und Tablets in die Schulen zu pumpen", sagt Marie-Theres Kastner. Die Vorsitzende der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED) kritisiert den sogenannten "Digitalpakt", mit dem die Digitalisierung in den Schulen vorangetrieben werden soll. "Die Digitalisierung muss ohne Frage jetzt und nicht erst morgen angegangen werden. Es ist aber falsch anzunehmen, dass die Digitalisierung die Probleme in den Bildungssystemen der Bundesländer löst", sagt Kastner. Vielmehr müsse Wert auf pädagogische Konzepte gelegt werden. Dabei müssten bewährte Konzepte gepflegt und weiterentwickelt werden. Die KED habe erst vor wenigen Wochen mit ihrem Bildungspapier "Bildung für morgen" die Grundsätze einer neuen Bildungspolitik für unsere Kinder aufgezeigt. "Der Umgang mit und die Beherrschung digitaler Technik muss im Unterricht einen angemessenen Platz haben. Dennoch muss in der schulischen Bildung Pädagogik vor Digitalisierung gehen", so Kastner.

Sie finden das Bildungspolitische Papier der KED hier.