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Bericht vom Vernetzungstreffen Bayern am 13.09.2024

 
Gruppenbild vor KED-Rollup.

Austausch bei der Poster-Session: M. Wettering, S. Hager, Dr. P. Seidl, Prof. Dr. W. Eykmann (alle KED) und einer Vertreterin der KEG Bayern. © jnä

Demokratisch handeln, so äußerten sich zahlreiche christliche Verbände, die mit Herz und Hand der Demokratiebildung eine nachhaltige Kernaussage zuschreiben. Die KED in Bayern geht selbstverständlich den Weg, Bildung und Erziehung mit der Demokratiestärkung zu verinnerlichen.

Die Premierenveranstaltung beim ersten gemeinsamen Forum von Landeskomitee der Katholiken Bayern und der Katholischen Akademie in Bayern, den Kreis bayerischer katholischer Räte, Repräsentanten und Verbände zu einem Vernetzungstreffen einzuladen, war ein gelungener Auftakt und fiel auf großes Interesse. Am 13. September 2024 trafen sich in der Katholischen Akademie Bayern in München über 300 Personen, die sich vielfältig dafür einsetzen, dass zu Begegnungen die Mitgestaltung der Demokratie gehört. Die KED war an der ganztägigen Veranstaltung mit dem Titel Demokratie braucht Bildung mit dem Landesverband Bayern und mit ihren KED-Diözesanverbänden aus Würzburg, aus Passau und aus München und Freising sehr prominent vertreten.

Der bayerische KED-Landesvorsitzende, Stephan Hager, akzentuierte die Bedeutung der Bildung für die Demokratie. In den vorgestellten Thesen, was in dem Dreiecksverhältnis von Kirche, Demokratie und Bildung erforderlich sei, ergänzte die bayerische Kultusministerin Anna Stolz (MdL) in einem Video-Einspieler, „Schule braucht Partner“. Und Reinhard Kardinal Marx aus dem Erzbistum München und Freising kommentierte in seinem Videobeitrag die These „Kirche braucht Bildung“ äußerst positiv.

Für diese beiden Bereitschaften, Kirche und Partner aktiv in die Bildung der Demokratie sorgfältig einzubeziehen, sind Kooperationen, wie sie auf dem Vernetzungstreffen auftraten, in einem Punkt sehr wichtig: Es geht vieles nicht im Alleingang, sondern nur gemeinsam in Absprache, in Verhandlungen und mit dem Blick auf das Gebot, gleichwertige Situationen für alle zu bilden. Darin sieht Stephan Hager die Grundvoraussetzung für Bildungsgerechtigkeit, für Partizipation und für eine gesicherte Demokratie.

Das Treffen war unterteilt in Koordinierungstreffen der katholischen Verbände und Räte, so dass sich die KED über die Verbandsstrukturen mit Sachausschüssen unter der Ägide des Landeskomitees der Katholiken, auch der anwesenden Diözesanräte, vernetzen konnte - sowie auch in einer groß angelegten Poster-Session mit einem eigenen Stand und Aufsteller.

Gisela Häfele, Diözesanvorsitzende der KED in München und Freising, ist überzeugt, dass es wichtig ist, sich politisch zu engagieren und die populistischen Fragmente der Parteien ernst zu nehmen, um extreme Positionen aufzuhalten. Zutage tretender Brisanz politischer Einflüsse kann mit demokratischer Partizipation entgegentreten werden. Es bedeutet, sich demokratisch wirkungsvoll und mit Effekt dagegenzustellen.

Weil die Heterogenität einer Gesellschaft und ihre Ausrichtung, Pluralität zu fördern, schützenswert ist, verbürgt sich die KED mit ihrer christlichen Haltung aktiv dafür. Eine heterogene Gesellschaft kann ihr Potential aus sich heraus bilden, wenn sie aktiv auftritt, nicht nur als Nutzerin (Konsumentin), sondern mit ihren individuell Handelnden. Darin lässt sich die Kernaussage der Demokratiebildung für diesen Tag charakterisieren.

Am Abend trugen auf der Podiumsdiskussion Persönlichkeiten aus Politik und Kultur, namentlich die Gäste Theresa Schopper, jetzige Kultusministerin Baden-Württembergs und ehemalige Abgeordnete des Bayerischen Landtags, sowie der bayerische Regisseur und Drehbuchautor Marcus H. Rosenmüller mit ihren jeweiligen Reflexionen ihrer persönlichen fachlichen Assoziationen aus Politik und Kultur unterhaltsam zum Tagungsthema bei. Ein Abendlob mit einem ökumenischen Stundengebet schloss diesen wertvollen Tag der Begegnungen ab.

Von der KED nahmen ehrenamtlich teil Prof. Dr. Walter Eykmann aus dem Bistum Würzburg, Ehrenvorsitzender der Bundes-KED; Gisela Häfele, Diözesanvorsitzende für München und Freising; Stephan Hager, Landesvorsitzender Bayern und Mitglied des Bundesvorstands aus dem Erzbistum München und Freising; Dr. Peter Seidl, KED im Bistum Passau; Michaela Wettering, stv. bayerische Landesvorsitzende aus dem Bistum Würzburg.

 

Autorin: Jutta Nätebus, veröffentlicht im Elternforum 3-4/2024