Bekanntgabe der Stiftungsgründung Katholische Schulen in Deutschland

v.l.n.r.: Christoph Rink (KED), Dr. Winfried Verburg (Schulabteilung Osnabrück), Prof. Dr. Ulrich Hemel (BKU), Prof. Dr. Thomas Sternberg, Marie-Theres Kastner (KED), Karin Czerwitzki (Abteilung Bildung und Glaube der DBK), P. Klaus Mertes SJ (geistlicher Beirat KED)

v.l.n.r.: Christoph Rink (KED), Dr. Winfried Verburg (Schulabteilung Osnabrück), Prof. Dr. Ulrich Hemel (BKU), Prof. Dr. Thomas Sternberg, Marie-Theres Kastner (KED), Karin Czerwitzki (Abteilung Bildung und Glaube der DBK), P. Klaus Mertes SJ (geistlicher Beirat KED)

Als die Glocken des Großen Michel in Hamburg läuteten, um die Schließung von acht Schulen in erzbischöflicher Trägerschaft in Hamburg zu verhindern, war das für viele Betroffene wie Kinder, Eltern und Lehrer*innen eine Tröstung. Sie wussten: Da stehen ganz viele Menschen in Hamburg hinter uns und unsere Schulen sind wertvoll.

 

Leider mussten am Ende des Prozesses trotz aller Proteste von unterschiedlichsten Seiten sechs Schulen dem Beschluss folgen und werden auf Dauer schließen.

 

Das hat uns – eine Initiative von überwiegend katholischen aber auch evangelischen Christen  - angesprochen. Wir haben uns gefragt: Gibt es dieses Problem auch außerhalb Hamburgs? Wie sieht die Lage ganz allgemein aus? Was können wir tun?

 

Zurzeit gibt es 904 katholische Schulen in Deutschland. Damit sind sie die größte Gruppe in freier Trägerschaft. Sie bieten Eltern und Kindern und Jugendlichen eine Alternative zum staatlichen Schulangebot. Sie setzen das immer wieder eingeforderte Prinzip der Subsidiarität in unserer Republik um.  Eltern und Schüler*innen, die sich eine religiös geprägte Schule wünschen, können hier ihren Wunsch nach einer Bildung auf der Basis des christlichen Menschenbildes umsetzen.

 

Für die einzelnen Bistümer ist die Finanzierung dieser Schulen schon jetzt - und wird es immer mehr - eine große Herausforderung. Die staatlichen Hilfen für diese Schulen werden in den einzelnen Bundesländern durchaus unterschiedlich gehandhabt.  Sie schwanken zwischen gut 50% und 94%. Und bei möglichen Einsparungen auf dieser Seite werden die Gelder wohl eher in das öffentliche Schulwesen fließen.

 

Da die Zahl der Katholiken sinkt - und damit auch die Steuereinnahmen für die kirchlichen Träger - sehen sich so manche Bistümer nicht mehr in der Lage, ihre Schulen in vollem Umfang zu tragen. Neben Hamburg hat sich bereits auch Mainz von Schulen in bischöflicher Trägerschaft getrennt.

 

Und das wird nicht das Ende dieses Prozesses sein.

 

Deshalb hat sich eine Gruppe von an Bildungseinrichtungen besonders Interessierten Christen - überwiegend katholische - gefunden und in einem längeren Gesprächsprozess die Gründung einer „Schulstiftung katholische Schulen in Deutschland“ erwogen und beraten. Inzwischen ist die Stiftung gegründet und während des Katholikentages in Stuttgart der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

 

Der neu gegründete Verein soll die Schulen und die Schulträger ideell und auch finanziell unterstützen und bei Bedarf alternative Trägerschaften entwickeln. Darüber hinaus wird sich der Verein auch dafür einsetzen, dass selbst bei zurückgehenden Mitteln Schulen als eine vorrangige pastorale Aufgabe angesehen und damit erhalten bleiben.

 

Die im Verein angetretenen Christ*innen wollen sowohl Finanzen sammeln als auch ideell den Schulen zur Seite stehen. Der Verein ist ein Verein bürgerlichen Rechts.
Sein Hauptziel: Gute Schule als die Grundlage für ein gelingendes Leben!

 

Wir stehen am Anfang unserer Arbeit. Wir hoffen auf die Unterstützung all derer, die an diesem Bildungsangebot großes Interesse haben, weil sie selber diese Bildung genießen konnten und weil sie diese für die kommenden Generationen erhalten wissen wollen.

 

Die KED war intensiv an der Gründung der Stiftung beteiligt und begrüßt deren Zustandekommen aus vollem Herzen. Als Vorsitzender wird der Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer, Herr Prof. Dr. Ulrich Hemel, die Geschicke der Stiftung in die Hand nehmen. Ihm zur Seite stehen Frau Dagmar von Klügelen und Marie-Theres Kastner als Stellvertreterinnen. Als Mitbegründer der Stiftung stehen die Vorstandsmitglieder der KED-Bundesvorstandes Dr. Christoph Lehmann und Christoph Rink zur Verfügung. Ein Beirat mit bekannten Persönlichkeiten hat sich bereit erklärt, den Verein tatkräftig und auch finanziell zu unterstützen.

 

Marie-Theres Kastner: Treten Sie bei und helfen Sie damit unseren katholischen Schulen!

 

Weitere Informationen gibt es unter:
www.stiftung-katholische-schulen.de
Und unter der E-Mail-Adresse Stiftung@katholischeschulen.de kann man weitere Informationen erbitten.